NEU! TODESZIRKEL

+++ Der Tod ist nicht das Schlimmste +++

VORSCHAU! Brandaktuell, brisant, erschütternd! Psychothriller-Neuerscheinung im Frühjahr 2020!

Lorenz Brandes ist Undercover-Ermittler und hat sich erfolgreich in einen Menschenhändlerclan eingeschmuggelt. Im Schulterschluss mit Hardlinern der rechten Szene handelt der Clan mit Flüchtlingskindern, die Jahr für Jahr vom Radar verschwinden. Kaum jemand sorgt sich um sie, da sie nie offiziell erfasst wurden.

Obwohl Lorenz Beweise schlüssig sind, zögern seine Vorgesetzten gegen den Clan vorzugehen. Schließlich fliegt Lorenz Tarnung auf. Seine kleine Tochter Lilly wird entführt und seine Frau Xenia lebensgefährlich verletzt.

Xenia überlebt, aber um welchen Preis?

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LESESCHNIPSEL:

»Bei nächster Gelegenheit hab ich dich!«
Die in unauffälligem Trainingsgrau gekleidete Gestalt zischt ihr Mantra fast lautlos vor sich hin. Anschleichen, beobachten und den perfekten Moment abpassen, sind ein willkommener Nervenkitzel. Einem Vorspiel gleich, steigert es ihre Lust auf das Finale.
Gierig saugt sie jedes Detail der Umgebung in sich auf. Auf den ersten Blick ist es nur eine öde Vorstadt, notiert sie in Gedanken. Akkurat angelegte Gärten, die Fertighäuser genormt wie ihre Bewohner. Nicht ein aus der Rolle fallendes Auto steht in Garagen oder Einfahrten. Es scheint, als habe eine unsichtbare Ordnungsmacht gleich aussehende Frauen, Kinder und Väter zusammengepfercht.

Wie lyrisch, denkt sie mit einem spöttischen Grinsen und schießt ein geflüstertes »Zombienation« hinterher, als sie an der immer gleichen Bank nach ihrer Wasserflasche greift. Den Blick hat sie dabei wie zufällig auf das Eckhaus gerichtet, das aus dem Raster fällt. Es ist größer, der Garten weitläufiger und auf eine reizvolle Art verwildert mit einer Blumenwiese anstelle des üblichen gestutzten Rasens. Dass die Überwachungskameras keine Attrappen sind, ist ebenso beunruhigend, wie die Sicherheitsschlösser und die doppelte Anzahl an Bewegungsmeldern.

Doch am interessantesten ist die Kleine, die im Garten herumtobt. Sie ist anders als gleichaltrige Mädchen. Nie hat sie die Kleine in einem niedlichen Kleid gesehen, nie hat sie mit Puppen oder anderen Kindern gespielt. Dennoch ist sie nie allein. Entweder wuseln zwei Mischlingshunde um sie herum oder die Frau ist in der Nähe. Auch sie trägt nur zweckmäßige Kleidung. Jeans, Latzhosen, Sportsachen und wettertaugliche Klamotten, mit denen sie jederzeit auch an einem Survival-Training teilnehmen kann.

Eine scheinbar zurückgezogen lebende Alleinerziehende mit einem patenten tierlieben Kind.
Ein schulpflichtiges Kind.
Warum bleibt es zuhause?

Unter vorgezogener Kapuze beobachtet sie, wie das Mädchen den Hunden Zeichen gibt, die sie synchron befolgen. Wie ein Strahlen sich auf seinem eher zarten Gesicht mit den großen dunklen Augen ausbreitet. Verdammt! Immer diese Rätsel, die sie zwingen, sich mit dem Ziel zu beschäftigen und sich auf Gefühle einzulassen, die der Mission entgegenstehen.

Es ist Zeit, zuzuschlagen. Höchste Zeit.
An den Schnürsenkeln hantierend, vollzieht die Person, die weder eindeutig männlich noch auffallend weiblich ist, mehrere Streckübungen und erspäht zum ersten Mal ein junges Mädchen im Garten.  Sie winkt die Kleine zu sich, deutet an, dass sie sich zu ihr an den Tisch auf der Terrasse setzen soll. Das Kind gehorcht mit einem Fingerzeig, der die Hunde dazu bringt, sie zu begleiten und sich unterm Tisch hinzulegen.
Ungewollt zollt sie dem Kind Respekt.
Sie ist eine brillante Tiertrainerin.

Aber wer ist dieses junge Mädchen, das ihr gegenübersitzend gestikuliert? Ein Kindermädchen? Wozu? Die Frau ist doch immer zu Hause.
Unauffällig zoomt sie in jüngst aufgenommene Videos, während sie sich mit einigen Schlucken Wasser erfrischt. Mit den Kopfhörern signalisiert sie, ich bin nur mit mir und meiner Trainingseinheit beschäftigt. Selbst die Nachbarin ihres Zielobjekts, die noch vor drei Tagen argwöhnisch beobachtet hat, wie sie die Kapuze auf der Stelle joggend tiefer ins Gesicht gezogen hat, um unerkannt einen zweiten Zugang oder Fluchtweg vom Nachbargrundstück auszuspähen, beachtet sie heute nicht. Das ist gut.
Was heißt gut?, brüstet sie sich innerlich. Ich bin brillant!

Wenn ihr wüsstet!
Das aufsteigende Lachen unterdrückt sie.
Stattdessen entfernt sie die Kopfhörer und lässt sie lässig baumeln, während sie mit der Wasserflasche am Mund lauscht. Etwas alarmiert sie. Sie hält inne. Wieso hört sie keine Stimmen? Wieso gestikulieren das Kind und das Mädchen stumm.
Stumm?!
Sind sie taub?
Unbewusst patscht sie sich an die Stirn. Das ist es!
Das Mädchen hat noch nie einen Ton von sich gegeben. Nur die Frau hat gesprochen und das Kind an ihren Lippen gehangen.
Das ist keine kindliche Zappelmarotte, es ist Gebärdensprache.  … Zur Vorbestellung auf Amazon: TODESZIRKEL