Kritisches aus der Thrillerwerkstatt

Incavogt/ Mai 5, 2018/ Aktuelles

Ich bin noch nicht wieder gesund. Aber kurze Auszeiten klären den Blick selbst wenn der Körper fiebert. Gerade habe ich mal in Facebook und Internet quer gelesen und bekam zusätzlich Magenschmerzen.
 
Ich finds echt krank, dass selbst Anbieter von Buchwerbung nur reduzierten Büchern eine Plattform geben wollen für verdammt teures Geld, das nur die wenigstens auch nur ansatzweise wieder einfahren.
 
Wie soll das gehen? Bei 99 Cent, minus Mwst, minus 70% die von der Plattform bei ermäßigten Preisen übrig bleiben? Aber die Leser erwarten natürlich auch für wenige Cent Korrektorat, Lektorat, ein Profi-Cover und das Herzblut der Autoren.
 
Ich sag euch was. Mein Herz blutet tatsächlich!
Zwar auch für meine Bücher, aber im Moment noch weit mehr wenn ich mir den fast unmöglichen Druck anguck … wer soll das überleben? Dass zudem erwartet wird, dass wir nicht gierig sein sollen, (wird oft als Totschlagargument benutzt) ist das Päckchen obendrauf. Ich möcht mal die Meckerer erleben, die Geld zu ihrem Arbeitgeber mitbringen, damit sie überhaupt arbeiten dürfen.
 

Mein Wort zum Samstag

 
Bitte verzeiht, liebe Amato-Fans und Leser. Ich weiß, dass ich die besten Leser habe, die ich mir wünschen kann. Leider sind es nie genug, um sorgenfrei auch nur die Strecke bis zur nächsten Buchveröffentlichung zu überleben. Und das macht auch krank. Ich spür grad arg, dass meine Power, die ich noch beim ersten Buch überreichlich hatte, aufgebraucht ist, dass ich schon lange auf Reserve lauf.
 
Wie lange das gutgeht, weiß ich nicht.
 
Ich beende heute meine kurze geklaute Fieberauszeit, sie kommt mich sonst zu teuer. Ich muss bald mein nächstes Buch rausbringen.
 
Es ist lieb von euch, wenn ihr sagt, schon dich, Gesundheit ist wichtiger. Aber wenn Sorgen um die Existenz hinzukommen, wirds ein Teufelskreis. Uns Autoren zahlt keiner ein Krankengeld oder ein Gehalt. Wir müssen uns schon selbst drum kümmern.
 
Nur gut, dass wir da so ein verrücktes Weltbild in uns tragen, das uns vormacht, ich liebe ja, was ich mache … eine fatale Liebe. Oft.
 
Das dürfte ich eigentlich nicht veröffentlichen, wenn ich auf die Profi-Pressefrau in mir hören würde, die ich einst war. Aber inzwischen bin ich Autorin mit Leib und Seele. Entweder gehts gut oder nicht.
 
Ich hab vor vielen Jahren mal gesagt, „ich schreibe, also leb ich noch.“
 
Gilt immer noch.

Wie ihr eure Autoren unterstützen könnt? Empfehlt unsere Bücher, kauft sie bitte regulär und nicht auf dubiosen Plattformen … ihr wisst schon. Und verzeiht, dass wir auch mal schwächeln. Wahrscheinlich kommt das am Ende sogar unseren Figuren und Geschichten zugute.

Hier gibts die bisherige Amato-Reihe mit Leseproben und für KU-Leser auch noch kostenlos für eine begrenzte Zeit.

  1. Gebrannte Kinder. https://www.amazon.de/dp/B07C33YKJZ
  2. Götzenkinder. https://www.amazon.de/dp/B07C2XLFTQ
  3. Verlorene Kinder. https://www.amazon.de/dp/B07C2YRXLD
  4. Nymphenjäger: https://www.amazon.de/dp/B0783QT99H  

Wie es weitergeht? Mit dem Start einer zusätzlichen und etwas anderen Serie. Irgendwann in diesem Sommer.

Nur so viel, es wird duster … Irgendwie.

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Über incavogt

Inca Vogt lebt zwischen Stadt, Land und Schreibfluss; irgendwo in den Bergen zwischen Eifel und Moselland. Sie bezeichnet sich selbst als schreibendes Chamäleon, konzentriert sich aber inzwischen auf Bücher, die sie selbst am liebsten liest. Auf Thriller, die wachhalten, unterhalten und nachhalten. Ihr erster Psychothriller GEBRANNTE KINDER erschien am 19. Dezember 2014 in einer Kindl-Ausgabe. Die Printausgabe folgte Anfang Februar 2015. Die ersten redaktionellen Sporen verdiente sich die Werbetexterin mit Studien-Abschluss an der Akademie für Marketing und Kommunikation in großen Agenturen zwischen Hamburg und Frankfurt. Frankfurt ist auch der Dreh- und Angelpunkt ihres ersten Psychothrillers 'Gebrannte Kinder'. Eine kantige wie liebenswerte Stadt - so schlaflos wie die Autorin, wenn sie mitten in einem Schreibprojekt steckt.