LUL.to. Wer steckt hinter den Buchpiraten?

Incavogt/ Juli 24, 2017/ Aktuelles

Sie treten auf als Retter der freien Literatur, säuseln ihren Downloadern zu, dass sie nur eins wollen: Literatur müsse allen zugänglich sein. Natürlich kostenlos oder gegen Centbeträge, wie sie von der aufgeflogenen Piratenseite LUL.to genommen wurden. Angeblich in Zusammenarbeit mit uns Autoren.

Das ist eine dreiste Lüge. Hier ein früherer Artikel, den meine Kollegin Myra als Blogbeitrag veröffentlicht hatte.

Die Wahrheit ist, sie haben unsere Titel gestohlen und gewinnträchtig vermarktet. Sie haben uns bestohlen, um damit angeblich etwas Gutes zu tun.

Die ganze Wahrheit ist noch weit heftiger. Inzwischen scheint festzustehen, dass die Betreiber von LUL.to tief im organisierten Verbrechen drinsteckten. Womöglich haben ihre Käufer, die Downloader, gemeinsame Sache gemacht mit Verbrechern, die im Darknet unter anderem Waffen und Drogen verkauft haben. Das ist Cyberkriminalität, die inzwischen international bekämpft wird. Spätestens jetzt gibt’s nicht mehr die Ausrede: ‚das tun doch alle‘. Nein, nicht alle Leser begünstigen und unterstützen international gesuchte Schwerverbrecher! Die meisten Leser erwerben Literatur legal. Aber kein Leser kann es sich leisten, mit Verbrechern gemeinsame Sache zu machen.

Hier ein Artikel zu den Hintergründen und dem was inzwischen aufgeflogen ist.

Noch ein Wort zu uns, den von LUL.to abgezockten Autoren. Die Verluste durch Piraterie sind eine Sache, die uns enorm schmerzt. Aber dass unsere Bücher von solchen Verbrechern verteilt wurden, dass manche Leser es vorgezogen haben, organisierte Verbrecher zu unterstützen, statt unsere eBooks für kleines Geld legal bei uns zu erwerben, ist unerträglich. Ein deutscher Artikel zum gleichen Thema:

Das verursacht mir wirklich schlaflose Nächte.

Wer meine Bücher kennt, weiß, dass ich gegen solche Verbrecher in meinen Büchern vorgehe, dass ich versuche Hintergründe in meinen Thrillern darzulegen.

Dass meine Bücher über solche Verbrecher gar verteilt wurden, dass solche Menschen, mit der Hilfe von vielen (illegalen) Lesern, das Verbrechen selbst, womöglich unterstützt haben, übertriftt meine Vorstellungskraft.

Eine Bitte an euch alle. Bitte klärt eure Freunde und eure Familien auf, was wirklich hinter den Downloadportalen steckt. Unterstützt keine Verbrecher, unterstützt lieber die Autoren! Nein, eBook-Klau war noch nie ein Kavaliersdelikt. Es war offensichtlich sogar noch weit schlimmer was damit begünstigt wurde.

Niemand, auch niemand, der wenig Geld hat, muss zum Mittäter werden. Wir Selfpublisher bieten unsere Bücher als eBook supergünstig an. Für den Gegenwert von drei bis fünf Euro muss kein Leser zum Unterstützer von Verbrechern werden.

Ich werde diesen Beitrag auf Facebook verlinken, wo wir gerne darüber diskutieren können. Seid herzlich willkommen in meiner Thrillerwerkstatt und bei allen Amatos. Der erste Amato Gebrannte Kinder ist derzeit sogar kostenlos und legal für alle Prime-Mitglieder bei Amazon. Götzenkinder und Verlorene Kinder bekommt ihr derzeit noch zum Sommerpreis von je 2,99.

Ja, ich verbinde diese Schreckensnachrichten bewusst mit einem Link zu meinen Büchern. Zu Themen, die das Verbrechen selbst verurteilen und anprangern. Denn das schmerzt mich am meisten. Das ist „jenseits aller Skrupel.“ Es ist jenseits aller Skrupel, dass solche Verbrecher mit meinen Büchern Geschäfte gemacht haben! Unterstützt von Lesern!

Wer sich weiter dazu informieren möchte, herzlich willkommen auch auf dem Blog meiner Autorenkollegin: https://ebook-tipps.blogspot.de/2017/07/neue-entwicklung-im-fall-lulto.html

Siehe auch, Online-Beitrag der Zeit.

Facebook: Thrillerwerkstatt

 

 

 

 

 

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Über incavogt

Inca Vogt lebt zwischen Stadt, Land und Schreibfluss; irgendwo in den Bergen zwischen Eifel und Moselland. Sie bezeichnet sich selbst als schreibendes Chamäleon, konzentriert sich aber inzwischen auf Bücher, die sie selbst am liebsten liest. Auf Thriller, die wachhalten, unterhalten und nachhalten. Ihr erster Psychothriller GEBRANNTE KINDER erschien am 19. Dezember 2014 in einer Kindl-Ausgabe. Die Printausgabe folgte Anfang Februar 2015. Die ersten redaktionellen Sporen verdiente sich die Werbetexterin mit Studien-Abschluss an der Akademie für Marketing und Kommunikation in großen Agenturen zwischen Hamburg und Frankfurt. Frankfurt ist auch der Dreh- und Angelpunkt ihres ersten Psychothrillers 'Gebrannte Kinder'. Eine kantige wie liebenswerte Stadt - so schlaflos wie die Autorin, wenn sie mitten in einem Schreibprojekt steckt.